Eines der am
meisten verwechselten Themen bei Schengen-Visumanträgen: 'Ich besuche mehrere
Länder — bei welchem soll ich beantragen?' Diese Frage ist wichtiger, als sie
scheint, denn die Wahl des falschen Landes kann sogar zur Ablehnung führen.
Hier ist die Logik, um diese Entscheidung richtig zu treffen.
Die Hauptreiseziel-Regel
Die
Schengen-Regeln sind klar: Besuchen Sie mehrere Länder, beantragen Sie bei dem,
in dem Sie am längsten bleiben. Sind die Aufenthalte gleich, entscheidet das
Land der ersten Einreise. Diese Regel ist nicht willkürlich — die Beantragung
über das falsche Land kann ein Ablehnungsgrund wegen 'falscher Länderwahl'
sein.
Warum es so wichtig ist
Manche
Antragsteller neigen zu Ländern, denen einfachere Termine oder höhere
Genehmigungsquoten zugeschrieben werden. Aber die Beantragung bei einem Land,
das nicht zu Ihrem tatsächlichen Reiseplan passt, ist riskant — das Konsulat
prüft Ihre Reiseroute, und sieht es Widersprüche, führt das zu
Vertrauensverlust.
Termin- und Zeitunterschiede
Terminwartezeiten
können zwischen Ländern erheblich variieren. Bei manchen Konsulaten findet man
wochenlang keinen Termin, bei anderen öffnet sich einer binnen Tagen. Aber das
rechtfertigt nicht, die Hauptreiseziel-Regel zu brechen — es ist nur ein Grund,
früh zu planen.
Die richtige Strategie
Klären Sie
zuerst Ihren echten Reiseplan: wie viele Tage in welchem Land. Bestimmen Sie
danach Ihr Hauptreiseziel, beantragen Sie beim Konsulat dieses Landes und
handeln Sie früh unter Berücksichtigung der Terminwartezeiten. Einen 'einfachen
Weg' durch Verbiegen der Regel zu suchen, endet meist in einem größeren
Problem.
Wenn Sie einen
Reiseplan mit mehreren Schengen-Ländern haben und nicht sicher sind, über
welches Sie beantragen sollen, können wir Ihren Plan gemeinsam bewerten und das
richtige Antragsland und den Zeitpunkt klären.